Aktuelles aus dem Gemeinderat

2. Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden zum Haushalt 2012

Die Verabschiedung eines HH dient nicht nur Festlegung des Budgets des zu beschliessenden HH-Jahres, sondern auch der Billigung der mittelfristigen Finanzplanung für die nächsten 5 Jahre. Darüber hinaus ist es auch die Gelegenheit für den GR, den inneren Kompass einer Stadtverwaltung auf die richtige Richtung zu überprüfen.

Antrag vom 16.11.2011 an den Hospitalrat zum "Roten Bau" (Auszug)

Die FW-Fraktion bittet, der Hospitalrat möge beschliessen:
  1. Der Abrissantrag wird um 6 Monate vertagt
  2. in dieser Zeit wird seitens des Hospitals ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, der Nutzungsmöglichkeiten bei verminderten denkmalbedingten Auflagen aufzeigen soll. Als Rahmenbedingung gilt: die Sanierung muss unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen mit dem Ziel der Rentierlichkeit erfolgen.
  3. mit dem Denkmalamt werden als „letzte Chance“ Gespräche geführt mit dem Ziel, die Auflagen seitens des Denkmalamtes für den „Roten Bau“ im Falle einer Sanierung zu verringern.
  4. führt der Ideenwettbewerb zu keinem Erfolg, wird der Abrissantrag gemäss Drucksache180/211 erneut zur Abstimmung gestellt.

Statement Marlene Goeth zum "Roten Bau" im Hospitalrat vom 14.11.2011

Der Rote Bau - eine unendliche Geschichte. Umstritten schon der Bau 1866, umstritten der Kauf des unvollendeten Gebäudes durch den Hospital 10 Jahre später, umstritten der Rote Bau heute.
Ist der Bau nun ein wertvolles Denkmal, das um jeden Preis - im wörtlichen Sinne - erhalten werden muss, oder handelt es sich um einen klobigen Klotz, der noch nie in unsere Landschaft gepasst hat und endlich abgerissen werden soll? Die Geister der Biberacher scheiden sich, nach unserer Erfahrung etwa fifty-fifty. Es ist keineswegs so, dass alle Bürger den Erhalt wollen.
Nun, es gäbe gar keinen Grund für eine Abriss-Debatte, wenn eine einigermaßen rentierliche Nutzung des Gebäudes in Sicht wäre. Bereits 1980 wurde ein Abrissantrag gestellt und seither dümpelt das Gebäude mit diversen Zwischennutzungen einzelner Stockwerke vor sich hin.
Jahr für Jahr war der Rote Bau Thema in Gemeinderat und Hospitalrat. Von wegen Überrumpelung, von wegen Nacht- und Nebelaktion! Wer das behauptet, hat die letzten 10 Jahre Kommunal¬politik verschlafen. Alle erdenklichen Nutzungszwecke wurden geprüft und durchgerechnet. Allein in den letzten zwei Jahren hat der Hospital über 100.000 € für Pläne und Entwürfe ausgegeben. Hospitalverwalter und Hospitalrat haben sich intensiv um eine Nutzung bemüht. Aber alle Untersuchungen bringen dasselbe Ergebnis: Der Rote Bau ist ein Millionengrab. Seit Jahren fallen allein Heizkosten in Höhe von jährlich 30.000-35.000 € an, da man die Heizung nicht abschalten kann, weil man sie anschließend nicht wieder in Gang kriegt. Was hätte man allein mit diesem Geld alles anstellen können!
Was also ist zu tun?

Gemeinsamer Antrag zur Dezernatsoptimierung vom 12.10.11 (Auszug)

 ... die CDU Fraktion und die Fraktion der Freien Wähler beantragen, folgendes zu beschließen:

1.) Optimierung des Dezernatszuschnittes
Die Zuständigkeiten der Dezernenten werden wie folgt neu geregelt:

- Das Amt für Bildung, Betreuung und Sport wird dem Dezernat 1 zugeordnet (bisher Dezernat 2)
- Das Gebäudemanagement wird dem Dezernat 3 zugeordnet (bisher Dezernat 2)
- Das Forstamt wird dem Dezernat 2 zugeordnet (bisher Dezernat 1)

Stellungnahme von Friedrich Zügel zur Abstimmung über die Ergebnisse der Klausurtagung am 14.07.2011 im Gemeinderat

Sollten die durch den GR veränderten Ergebnisse der Klausurtagung in den nächsten 5 Jahren realisiert werden, würde dies zum Abschmelzen der Rücklage der Stadt BC von jetzt 97 Mio auf dann 3 Mio führen. Ein für BC beispielloser Vorgang.  Es bleibt nur die gesetzliche Mindestrücklage und Schulden von 30 Mio bei dem EB Stadtentwässerung. Es bleiben also mehr Schulden als Vermögen.

 

Haushalt 2011 des Hospitals zum Hl. Geist

Das Bürgerheim-Areal wird sich in den nächsten Jahren entscheidend verändern. Das neue Pflegeheim steht bereits und mit dem Haushaltsplan 2011 des Hospitals werden die Weichen für weitere grundlegende Veränderungen gestellt. Haus 2 wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben. Im Hochhaus werden Betreute Wohnungen entstehen. Ein Dienstleistungs-zentrum wird attraktive Angebote für die Bewohner und für Außenstehende schaffen, wodurch das Areal belebt und das Publikum altersmäßig durchmischt wird.

Abschaffung der "Unechten Teilortswahl"

Bei der Eingemeindung der 4 Teilorte Mettenberg, Ringschnait, Rissegg und Stafflangen im Jahr 1972 wurden den Teilorten zwei Privilegien eingeräumt:

1. Die Ortschaftsverfassung gesteht den Teilorten einen Ortsvorsteher und einen Ortschaftsrat zu.
2. Durch die Unechte Teilortswahl (UTW) wird dem Teilort garantiert, dass immer ein (in Rissegg zwei) Gemeinderatsmitglied aus dem Teilort stammen muss.

Die UTW soll nun nach 38 Jahren abgeschafft werden.

Contra Abschaffung:

2. Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden F. Zügel zum Haushalt 2011

Die Beratungen zum Haushalt 2011 stehen klar unter den Vorzeichen der umstrittenen Entscheidungen zum Stellenplan. Die Verwaltung hatte eine halbe Stelle für einen persönlichen Referenten des OB beantragt. Dieser Antrag fand keine Mehrheit. Im Gegensatz zu den üblichen Gepflogenheiten beantragt die SPD-Fraktion eine erneute Abstimmung und toppt den Antrag der Verwaltung dadurch, dass sogar eine ganze Stelle für einen persönlichen Referenten des OB geschaffen werden soll.

Nordwestumfahrung nicht gleich Aufstieg nach Mettenberg

Die Nordwestumfahrung = NWU dient als verkehrsgünstige Anbindung der Gewerbegebiete im Biberacher Norden. Entlastet wird zunächst Birkenhard/Warthausen. Durch gezielte Verkehrslenkung, z. B. den Durchgangsverkehr für LKW sperren, soll auch die Biberacher Innenstadt entlastet werden.
Realisierung der NWU: Ende 2013.
Position der FW: schon immer dafür. Wichtig für die FW: Da die NWU eine Kreisstraße ist, muss sie als kürzeste Strecke bald in allen Navigations-Systemen hinterlegt werden.

Rücktritt von OB Fettback als TG-Präsident

Vorgeschichte: Im Oktober 2009 stimmte OB Fettback gegen die Empfehlung seiner Verwaltung für eine 4-teilige Sporthalle. Dies nahm Friedrich Zügel zum Anlass für seine Bemerkung "Ich habe das Gefühl, hier spricht der TG-Präsident“. Wegen der emotional geprägten Reaktion seitens OB Fettback nahm Friedrich Zügel seine Bemerkung noch in der gleichen öffentlichen Sitzung wieder zurück. Seither hat sich Friedrich Zügel nicht mehr zu diesem Thema geäußert.