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BC-kommunal 04.KW 2017

Was ist eine „Toilette für alle“?

 

Beim Thema „öffentliche Toiletten“ rümpfen viele die Nase. Darüber schreibt man doch nicht in Biko! Aber wer schon mal in einer fremden Stadt verzweifelt ein Örtchen gesucht hat oder mit einem Darmproblem vor einer verschlossenen Toilette stand, vergisst das nicht so schnell. Der Normalbürger flitzt eben mal in ein Lokal und steigt die Treppe runter zu den Klos. Aber ein Rollstuhlfahrer oder eine alte Frau mit Rollator? Manche Personengruppen planen ihren Besuch in der Innenstadt nach der Verfügbarkeit öffentlicher Toiletten. Dazu gehören Eltern mit Kindern, aber auch Prostata-geplagte Männer und Menschen mit Inkontinenzproblemen. Der Stadtseniorenrat hat schon vor Jahren dafür gesorgt, dass auch in Männerklos Eimer für Einlagen und Windeln aufgestellt sind und niemand mehr verschämt seine Plastiktüte im nächsten Abfalleimer entsorgen muss. Besondere Probleme haben erwachsene Behinderte, die ihre Windeln nicht selbst wechseln können. Ein längerer Aufenthalt in der Innenstadt, z. B zum Schützenumzug, ist nicht möglich. Die Eltern hetzen mit ihrem 16-jährigen behinderten Jungen nach Hause, weil es nirgends eine Liege gibt, auf der ein Windelwechsel möglich wäre. Schon eine einfache Klappliege in einem Behinderten-WC wäre hilfreich, eine zusätzliche Hebevorrichtung optimal. In vielen Großstädten gibt es inzwischen solche „Toiletten für alle“, vielleicht auch bald in Biberach. Die FW haben einen Antrag gestellt.

 

Kontakt: Marlene Goeth, Tel. 168709, E-Mail: Marlene.Goeth@gmx.de