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BC-kommunal 08.KW 2017

Was uns das Ulmer Tor erzählt

 

Unser Ulmer Tor ist das letzte noch erhaltene Tor von vier ursprünglichen Stadttoren. Die Eichenpfähle, auf die sich das Tor stützt, drohen zu vermorschen. Um eine Schieflage zu verhindern, ist in den nächsten Jahren eine Sanierung der Fundamente notwendig. In regelmäßigen Abständen werden jetzt Setzungsmessungen durchgeführt, damit bei fortschreitender Neigung zeitnah reagiert werden kann, bevor sich das Ulmer Tor zum „Schiefen Tor von Biberach“ neigt. Hinter dieser Entscheidung stehen wir Freien Wähler.

Bei Instandsetzung des Turmes nach dem Krieg ist ein Gedicht mit anderen Dokumenten der Stadt in der Spitze des Turmes eingelötet worden, das lautet:

„Das Ulmer Tor spricht:

Viel hundert Jahr hab ich der Stadt gedient

und gut‘ und böse Zeit geseh’n

was auch an Leid und Freude war

ich sah es unentwegt vorübergeh’n.

Doch anno 45 im April

dem zwölften, s’war ein Sonnentag,

fiel jäh auf unsere kleine Stadt

der lang gefürchtet schwere Schlag.

Die Alte Vorstadt, mein getreu Gespons

sank hin und drin manch Bürgerherz

auf sechzig Hügeln ragt das Kreuz

in stummer Klage himmelwärts.

Mich traf es selber, doch ich stand

nur hart gestreift von all dem Graus.

Jetzt schau ich auf die Trümmer noch

von manchem guten Bürgerhaus.

Doch hat gerettet mein Gewand

des braven Handwerks frischer Mut,

und darum hoff und glaub ich auch:

Einmal wird alles wieder gut.“

 

Kontakt: Magdalena Bopp, Telefon: 6624, E-Mail: bopp@stadtrat-biberach.de