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BC-kommunal 12-2014

Von der Durchlässigkeit des Schulsystems in Biberach

Internationale Vergleichstests werfen Deutschland vor, die Zukunftschancen der Schulkinder durch zu frühe Selektion nach der 4. Grundschulklasse zu verbauen. Diese Studien leiden, wie manche OECD-Studie, an mangelnder Kenntnis der deutschen Schul- und Hochschullandschaft (z.B. berufliche Gymnasien). Nun belegt eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), dass das deutsche Schulwesen durch eine besonders hohe Durchlässigkeit gekennzeichnet sei. An Hand der Analyse der Zensus- und Sozialversicherungsdaten der Geburtsjahrgänge 1961 bis 1976 fanden die Wissenschaftler bei guten Realschülern und Gymnasiasten keine Unterschiede bei Bildungsabschlüssen, Beschäftigungsquote und erzieltem Erwerbseinkommen und begründen dies mit der besonders hohen Durchlässigkeit des deutschen Schulsystems.

Während der letzten Jahrzehnte haben Stadt und Landkreis Biberach hohe Summen in die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen investiert. Nach dem mittleren Bildungsabschluss an Real-, Gemeinschafts- oder Berufsfachschule können geeignete SchülerInnen an 8 (!) Gymnasien das Abitur erwerben. Individuelle Förderung eröffnet jedem Kind weitere schulische Entwicklung. Das breite Angebot an beruflichen Weiter-bildungskursen ebnet auch Spätzündern den Weg zu Meister oder Fachwirt. Es gibt also keinen Grund für die Kultusbürokratie, an dieser Vielfalt und Durchlässigkeit unserer Schullandschaft etwas zu ändern.

Kontakt: Ulrich Heinkele, Tel: 72042, E-Mail: uliheinkele@web.de