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BC-kommunal 21-2013

Wozu Sprachförderung?

Die Aussage der IHK Ulm, 20% der Kinder in Biberach hätten ein Jahr vor ihrer Einschulung erhebliche Sprachdefizite, sorgte bei den Freien Wählern für Unruhe. Was passiert, wenn Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse in die Schule kommen? Sie hinken nicht nur im Fach Deutsch hinter den Klassenkameraden her, sondern auch in anderen Fächern, weil die Inhalte nun mal auf Deutsch vermittelt werden. Nicht allen Kindern gelingt es, diese Defizite im Laufe ihrer Schulzeit aufzuholen. So kommt es zu den erschreckenden Zahlen des Statistischen Landesamtes, dass 32% der Migranten zwischen 30 und 35 Jahren in Bad.-Württ. keinen beruflichen Abschluss haben. Bei den Einheimischen sind es 9%.
In den Biberacher Kindergärten wird mit Unterstützung der Bruno-Frey-Stiftung Sprachförderung betrieben, ebenso an Grundschulen. Dies ist nicht einfach, wenn 60% der Schüler z. B. der Braith-Grundschule einen Migrationshintergrund haben und aus über 20 Herkunftsländern stammen. Projekte wie "Elternmentoren" oder "Lesen macht Spaß" gehen in die richtige Richtung. Aber offenbar müssen noch weitere Anstrengungen unternommen werden. Aus Sicht der FW ist ein Gesamtkonzept zur Sprachförderung notwendig, in das auch Projekte von örtlichen Stiftungen und Service-Organisationen einbezogen werden könnten. Die Wirtschaft sucht händeringend gute Fachkräfte. Ein entscheidender Schlüssel zu schulischem und beruflichen Erfolg ist die Sprache.

Kontakt: Marlene Goeth, Telefon: 168709, E-Mail: Marlene.Goeth@gmx.de