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BC-kommunal 44-2014

Fluchttunnel am Lager Lindele Durch die Straßenbenennung im Baugebiet Hochvogelstraße ist das Lager Lindele wieder in den Blickpunkt gerückt. Von1942 bis 1945 waren rund 900 Zivilisten, die von Guernsey deportiert worden waren, im Lager Lindele untergebracht. Die Partnerschaft mit Guernsey entwickelt sich trotz dieser belastenden Erfahrungen positiv und das ist gut so. Ein anderes Ereignis im Lager Lindele erfuhren viele Biberacher erst durch die Recherchen von Reinhold Adler und durch den Vortrag von Stefan Rasser im Ochsenhauser Hof: Die spektakuläre Flucht von 26 englischen Offizieren aus dem Lager im Jahr 1941, die später Gegenstand mehrerer Filme wurde, am bekanntesten "Die gesprengten Ketten". Die Offiziere gruben einen über 40 m langen Tunnel unter der Ofenplatte in ihrer Baracke unmittelbar in der Nähe des Stacheldrahtzauns. Von den 26 gelang es vieren, die Schweizer Grenze in der Gegend von Schaffhausen zu erreichen und über Frankreich und Spanien nach England zurückzukehren. Die anderen wurden wieder festgenommen, aber nicht - wie im Film - erschossen. Beim Bau der Hochvogelstraße stießen die Arbeiter auf den Tunnel. Der weitere Verlauf des Tunnels unter dem Acker, auf dem in Kürze das Neubaugebiet Hochvogelstraße entsteht, ist noch unbekannt. Interessierte Biberacher hoffen, dass bei den Bauarbeiten der Fluchttunnel zutage tritt und durch eine Gedenktafel gewürdigt wird. Auch dieses Ereignis gehört zur Geschichte Biberachs. Kontakt: Marlene Goeth, Tel: 168709, E-Mail: Marlene.Goeth@gmx.de