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Braith-Mali Museums vor einer Weichenstellung? (Pressebericht vom 08.04.2003)

Die Zukunft des Museums, seine Profilierungsmöglichkeiten und die neue Akzente in der Museumsarbeit wurden in einer Fraktionssitzung mit dem Museumsleiter Brunecker diskutiert. Nach der Eröffnungsphase, die mit steigenden Besucherzahlen einherging, muss die Museumsleitung jetzt die Besucherzahlen stabilisieren. Dies soll mit einer Doppelstrategie geschehen. Einmal müssen die Besucher aus der Stadt und dem näheren Umland als Kernzielgruppe noch intensiver angesprochen werden, andererseits muss über Sonderaustellungen mit aktuellen, lebensnahen Themen und mit überregional attraktiven Themen ein touristisches Umfeld zusätzlich erschlossen werden. Damit befindet sich das Museum im Gesamtzusammenhang von Stadtmarketing und Tourismus. Mit einer Fülle von kreativen Ideen zeigte der Museumsleiter Brunecker wie dies erreicht werden könne. Unter anderem seien dies möglich durch Kooperationen mit anderen Museen, Einrichtung einer echten Museumsgastronomie im Hof des Hospitals, Ausbau des Museumsshops, intensivere Berichterstattung in den überregionalen Medien bei hochkarätigen Ausstellungen wie Kirchner. Entscheidende Faktoren zur Qualitätssicherung des Ausstellungsniveaus werden die finanziellen Möglichkeiten bei der Werbung und die Mitarbeiterausstattung sein. Fraktionsvorsitzender Friedrich Zügel erinnerte daran, dass die UB-Fraktion in den Anträgen zum letzten Haushalt mehr Geld für die Museumsarbeit bereitstellen wollte, als bewilligt wurde. Entscheidend sei für die UB-Fraktion, dass nach so hohen Investitionen in das Museum, die Leistungsfähigkeit erhalten werden müsse, zumal das Museum ein zentraler Punkt innerhalb der touristischen Attraktivität Biberachs sei. Nach hohen Anlaufkosten dürfe man das Niveau nicht wieder absenken. Dies gelte auch für wissenschaftliche Qualität der Mitarbeiter im Museum. Ein Gedankenaustausch über die Erschließung neuer Geldquellen für das Museum wie Patenschaften für Einzelobjekte, Finanzierung von Leihgaben und separate Spendenfonds beendete den Vortrag des Museumsleiters.