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Haushalt 2011 des Hospitals zum Hl. Geist

Das Bürgerheim-Areal wird sich in den nächsten Jahren entscheidend verändern. Das neue Pflegeheim steht bereits und mit dem Haushaltsplan 2011 des Hospitals werden die Weichen für weitere grundlegende Veränderungen gestellt. Haus 2 wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben. Im Hochhaus werden Betreute Wohnungen entstehen. Ein Dienstleistungs-zentrum wird attraktive Angebote für die Bewohner und für Außenstehende schaffen, wodurch das Areal belebt und das Publikum altersmäßig durchmischt wird. In diesem Zuge wird sich der Freiraum optisch und funktional verändern, Parkmöglichkeiten müssen neu geschaffen werden, und ein absolut innovatives Energiekonzept ist in Planung.
Außerhalb des Bürgerheim-Areals wird vom Hospital eine weitere Kinderkrippe gebaut, und neben der Sanierung der Spitalgebäude stehen Sanierungen des hospitälischen Wohnungsbestands an.
Das alles kostet den Hospital viel Geld. Die Investitionen können aus den Rücklagen allein nicht mehr finanziert werden. Es müssen Kredite aufgenommen werden, wofür allerdings die Bedingungen zur Zeit günstig sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die erhöhte Miete des Pflegeheims erst ab 2012, Mieten im Hochhaus erst ab 2014 zu erwarten sind.
Für jeden Unternehmer stellen Investitionen in dieser Größenordnung ein Risiko dar. So auch für den Hospital. Hat der Hospital die Bedarfslage richtig eingeschätzt? Werden die Angebote im Pflege-, im Wohn- und im Dienstleistungsbereich angenommen?
Der Pflegemarkt hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert:
Die alten Menschen wollen heute so lange wie möglich selbstständig leben, möglichst in den eigenen 4 Wänden. Wenn der Zuschnitt der eigenen Wohnung dafür nicht geeignet ist, werden barrierefreie und Betreute Wohnungen in einem für Senioren geeigneten Umfeld nachgefragt. Das Pflegeheim ist die ultima ratio für die Senioren. Im Landkreis gibt es inzwischen ein Überangebot an Pflegeplätzen. Die Nachfrage hat sich in Richtung seniorengerechte Wohnungen verändert.
Der Hospital trägt mit seinen Um- und Neubauten der veränderten Nachfrage und den steigenden Komfortbedürfnissen der älteren Menschen Rechnung. Dies gilt besonders für die geplanten Betreuten Wohnungen. Durch die Einbettung ins Bürgerheim-Areal können die Bewohner interessante Angebote mit nutzen und bei zunehmender Gebrechlichkeit durch den hauseigenen ambulanten Dienst mit versorgt werden.

Die Freien Wähler stehen hinter dem Gesamtkonzept. 
Dazu gehört sowohl das Wohngruppenkonzept im neuen Pflegeheim, der Abbau von Pflegeplätzen zugunsten von Betreuten Wohnungen als auch die Einrichtung eines Dienstleistungszentrums. Das größte Risiko wäre, nichts zu tun und alles beim Alten zu lassen.
Die Freien Wähler sind optimistisch, dass die künftigen Erträge aus den Senioreneinrichtungen zusammen mit den Erlösen aus Forst- und Immobilienwirtschaft, den erhofften Zuschüssen für das innovative Energiekonzept und den öffentlichen Zuschüssen für die Kinderbetreuung ausreichen, um die Stiftungsaufgaben weiterhin satzungsgemäß durchführen zu können.
Ein ungelöstes Problem bleibt der Rote Bau. Ein Lorbeerkranz demjenigen, der ein finanzierbares Konzept für den Roten Bau entwickelt. 
Die Freien Wähler bedanken sich bei Frau Leonhardt für den wie immer exzellenten Haushaltsplan und stimmen dem Beschlussantrag zu.
                                                                                    Marlene Goeth, FW/UB