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Esel und Spitalbrunnen

Biberach. Die Haushaltsberatungen in Stadt und Kreis Biberach standen im Mittelpunkt der jüngsten Versammlung der Freien Wähler / Unabhängigen Bürger (FW/UB).

 

Trotz guter Wirtschaftslage im Raum Biberach ist die frei verfügbare Finanzmasse von Stadt und Landkreis aufgrund höherer Pflichtausgaben zurück gegangen. Vor allem die zunehmende Zahl von Pflegebedürftigen und verbesserte Pflegestandards führten zu erhöhten Abgaben an den Landeswohlfahrtsverband, erläuterte Kreisrat Dr. Wilhelm Nestle. Der Landkreis sei gezwungen, durch Erhöhung der Kreisumlage die Kreisgemeinden mit zur Kasse zu bitten. Die Kreise und Gemeinden könnten die Lasten, die vom Bund auf sie abgewälzt werden, auf Dauer nicht mehr schultern. Die Politik müsse der zunehmenden Anspruchshaltung Einhalt gebieten.

 

Auch im Haushalt der Stadt Biberach müssten bei den freiwilligen Aufgaben klare Prioritäten gesetzt werden, so Friedrich Zügel, Fraktionsvorsitzender der FW/UB im Gemeinderat. Vor Einbrüchen in der Gewerbesteuer sei man grundsätzlich nie sicher, auch wenn es aktuell keinen Grund zur Sorge gebe. Aufgaben wie die Sanierung von Stadthalle, Gigelbergturnhalle, Sporthallen und Hallenbad sowie das geplante Parkhaus Ost binden viel Geld und die Folgekosten von städtischen Einrichtungen würden oft unterschätzt. Zur Belebung der Innenstadt sei unter anderem eine verbesserte touristische Infrastruktur notwendig.

 

Die Gestaltung des östlichen Marktplatzes (Fußgängerzone) wird in der Biberacher Bevölkerung unterschiedlich beurteilt. Während die einen ein schattenspendendes Grün vermissen, kommt nach Meinung der anderen das Ensemble der Bürgerhäuser vor einem leeren Platz besser zur Geltung. Der Standort des Esels steht im Gemeinderat demnächst zur Diskussion. Obwohl anfangs vehement bekämpft, haben sich inzwischen viele Biberacher an das Kunstwerk wie auch an seinen Standort gewöhnt. Nicht so beim Spitalbrunnen, dessen Standort auf breite Ablehnung stößt. Ein möglicher Standortwechsel steht hier erst im Jahre 2004 zur Diskussion an.