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Fettback: Haushaltskonsolidierung hat weiter Priorität (Schwäb. Zeitung vom 26.11.2005)

BIBERACH- "Demografischer Wandel - Auswirkungen und Möglichkeiten für die Stadt Biberach" war das Vortragsthema von Oberbürgermeister Thomas Fettback bei der jüngsten Versammlung der Freien Wähler /Unabhängigen Bürger (FW/UB)

Bei der gut besuchten Veranstaltung der FW/UB richtete OB Thomas Fettback den Blick nach vorne: In einigen Bundesländern ist schon heute ein deutlicher Rückgang der Bevölkerungszahl zu beobachten. Gleichzeitig steigt der Anteil der älteren Menschen. Später, aber unvermeidlich, wird diese Entwicklung auf Grund der geringen Geburtenziffer auch den Landkreis Biberach erfassen. Regionen, die den Geburtenrückgang nicht durch Zuzug ausgleichen können, droht eine Abwärtsspirale, die andernorts bereits beobachtbar ist: Steuereinnahmen gehen zurück, kulturelle und sportliche Einrichtungen werden geschlossen, der Standort wird unattraktiv, das Interesse von Firmen am Standort lässt nach, die Steuereinnahmen gehen noch weiter zurück…

Um einer solchen fatalen Entwicklung vorzubeugen, muss die Stadt frühzeitig die richtigen Weichen stellen. Große Anstrengungen sind notwendig, um die demografische Zukunftsfähigkeit zu sichern. Dabei ist die Hoffnung auf Entlastung durch Wachstum unrealistisch und trügerisch.

Wie sieht der "Biberacher Weg" in die Zukunft aus? Basierend auf einer Datenanalyse, so Thomas Fettback, hat eine Haushaltskonsolidierung oberste Priorität. Es muss gelingen, in den noch guten Zeiten umzusteuern und vorzubeugen. Schulden müssen abgebaut, Infrastrukturen konzentriert werden, gezielte Investitionen z. B. in die Bildung - vom Kindergarten über die Schulen bis zum Hochschulstandort Biberach - müssen getätigt werden. Einen hohen Stellenwert besitzt das bürgerliche Engagement. Dieses ist in Biberach erfreulich hoch und soll nach seinen Vorstellungen anhand eines "Leitfadens Bürgerbeteiligung" strukturiert und weiterentwickelt werden. Neben vielen Initiativen ist die Bürgerstiftung Biberach ein gelungenes Beispiel für dieses Engagement. Um eine möglichst hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erzielen, ist ein transparentes Vorgehen wichtig, zumal die Wirkung der demografischen Entwicklung bei den Bürgern noch wenig im Bewusstsein ist.

Die rege Diskussion im Anschluss an den Vortag von OB Thomas Fettback zeigte das hohe Interesse und die Meinungsvielfalt, die es in den kommenden Jahren zu bündeln gilt.