Home Kontakt Impressum Datenschutz und Haftungshinweise
Startseite ›

Freie Wähler wollen Hospiz

Biberach. Vorstand und Fraktion der Freien Wähler / Unabhängigen Bürger (FW/UB) waren in ihrer Mitgliederversammlung optimistisch, dass in Kürze die konkrete Planung für ein stationäres Hospiz in Biberach beginnen kann.

Wie die Vorsitzende der FW/UB, Marlene Goeth, berichtete, soll das Hospiz voraussichtlich im Haus St. Maria am Kirchplatz eingerichtet werden. Die Finanzierung werde über eine Stiftung erfolgen. Sowohl die kirchliche als auch die weltliche Seite (Landkreis, Kreissparkasse und Hospital) hatten jeweils 750.000 € Stiftungskapital in Aussicht gestellt. Auf Antrag der FW/UB zum Haushalt 2008 steuert die Stadt Biberach zusätzlich 1 Mio. € Stiftungskapital bei. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals in Höhe von nunmehr 2,5 Mio € müssten die laufenden Kosten des Hospizes bestritten werden können.

Im Hinblick auf die Kommunalwahlen am 07. Juni 2009 hob die Vorsitzende die Bedeutung der kommunalpolitischen Entscheidungen für den einzelnen Bürger hervor, ob es nun um die Öffnungszeiten der Kindergärten, die Ausstattung der Schulen oder um den Verkehr vor der Haustür gehe. Sie appellierte an die Anwesenden, sich in die Kommunalpolitik einzubringen und für eine Beteiligung an den Kommunalwahlen 2009 zu werben.

Fraktionsvorsitzender Friedrich Zügel berichtete über aktuelle Themen aus dem Gemeinderat. Den Freien Wählern, die ja keine Partei, sondern ein Zusammenschluss von kommunalpolitisch engagierten Bürgerinnen und Bürgern seien, gelinge es immer wieder, bei festgefahrenen Diskussionen zwischen den politischen Lagern Kompromisse zu finden. Auf Antrag der FW/UB sei u. a. das Altersleitbild der Stadt Biberach erarbeitet, ein Integrationsausschuss eingerichtet und die Altstadtsatzung überarbeitet worden.

Kreisrat Dr. Wilhelm Nestle informierte über aktuelle landkreisweite Entwicklungen in den Bereichen Verkehr, Jugendhilfe und Krankenhauswesen. So soll in Biberach künftig auch eine Strahlentherapie möglich sein. Die Bereitstellung einer Papiertonne durch einen privaten Anbieter löste eine lebhafte Diskussion über das Müllbeseitigungskonzept des Landkreises aus. Dr. Nestle erinnerte daran, dass der Erlös aus der Papierverwertung notwendig sei, um die Müllgebühren auf dem derzeit niedrigen Stand zu halten.