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Haushalt Hospital 2014

Rede zum Haushalt 2014 des Hospitals
Noch nie in der Geschichte des Hospitals wurde innerhalb weniger Jahre so viel Geld bewegt. Die Investitionen sind mit den Ausgaben einer kleinen Gemeinde vergleichbar. Die FW haben dem HH-Plan 2014 deshalb mit einer gewissen Sorge entgegengesehen, der Sorge, der Hospital könnte sich finanziell übernehmen. Nun stellt sich der HH-Plan als grundsolide dar. Die gewaltigen Ausgaben werden finanziert durch Entnahmen aus der Rücklage, die in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase keine große Rendite bringt, und durch Kreditaufnahmen. Hierbei kommen dem Hospital die niedrigen Schuldzinsen sehr zugute. Die Investitionen fallen finanztechnisch genau in den richtigen Zeitraum.
Nun ist es aber höchste Zeit, dass die Baumaßnahmen bald ein Ende haben. Die Fertigstellung der Betreuten Wohnungen im Hochhaus erfolgte auf den letzten Drücker. Die Bewohner müssen immer noch Nachbesserungen mit Schmutz und Störungen hinnehmen. Mit 114 Betreuten Wohnungen trägt der Hospital einer großen Nachfrage Rechnung. 
Das Dienstleistungszentrum sowie das Restaurant sollten ursprünglich noch im Jahr 2013 eröffnen. Inzwischen schiebt sich der Eröffnungstermin immer weiter ins Frühjahr hinein. Die Küche ist behelfsmäßig in einem Container untergebracht, der offene Mittagstisch mit täglich über 50 Essen platzt räumlich aus allen Nähten.
Für die Außenanlagen existieren anspruchsvolle Pläne, die hoffentlich noch vor der warmen Jahreszeit umgesetzt werden können. Es gilt im Jahr 2014 das neu gestaltete Areal mit Leben, auch durch Nichtbewohner, zu füllen. Ziel und Motto muss sein: Weg von einem Alten-Ghetto hin zu einem beliebten Treffpunkt zwischen Jung und Alt. Damit dies gelingt, gibt es sicher noch einige Barrieren in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger abzubauen. Die baulichen Voraussetzungen werden in diesem Jahr dafür geschaffen.
Ein weiteres Thema steht noch an, die Umsetzung des Energiekonzepts. Geplant ist ein innovatives, umweltfreundliches Niedrigenergie-Konzept, das Vorbild für andere Quartiere werden soll und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie entsprechend gefördert wird.
Nicht nur was die Baumaßnahmen betrifft, muss das Quartier zur Ruhe kommen. Auch das Personal arbeitet vielfach an der Grenze des Belastbaren, und der finanzielle Spielraum des Hospitals ist ausgereizt. Die nächsten Jahre werden zur Konsolidierung benötigt. Wichtig ist, dass sich die Investitionen in das Dienstleistungszentrum und die Gastronomie selbst tragen. Weitere Verlustbringer kann sich die Stiftung auf Dauer nicht leisten. Zuschüsse werden v. a. gebraucht für die Kinderkrippen, den Ochsenhauser Hof, das Seniorenbüro, Essen auf Rädern, für die Betreuten Wohnungen mit Mietbindung und derzeit auch noch für das Pflegeheim. Letzteres sollte sich in absehbarer Zeit allerdings wieder selbst tragen. Für den Roten Bau wurde glücklicherweise eine tragbare Lösung gefunden. 




Zuverlässige Einnahmen stammen vom Forst und von vermieteten öffentlichen und privaten Gebäuden. Allerdings sind die vermieteten Gebäude in die Jahre gekommen und müssen sukzessive saniert werden. Die Sanierung des denkmalgeschützten Spitalgebäudes mit den zutage getretenen erheblichen Schäden belastet den hospitälischen HH erheblich. 
Die Rücklagen haben in der Vergangenheit gute Erträge erbracht - übrigens aufgrund von langfristigen Zinsverträgen bis in die Gegenwart hinein. Mit diesen Einnahmen kann und muss der Hospital seine Stiftungsaufgaben erfüllen.
Ein wichtiges Aufgabenfeld des Hospitals war in den letzten Jahren neben der Pflege von alten Menschen der Bau und der Betrieb von Kinderkrippen. An den zwei Standorten Talfeld und Mühlweg mit Außenstelle Waldseer Straße stehen 140 Plätze zur Verfügung. Inzwischen scheint die Nachfrage gesättigt, nachdem auch in vielen Kreisgemeinden Krippen entstehen und viele Kindergärten bereits Zweijährige aufnehmen. Sollten die Belegungszahlen zurückgehen, drohen größere Defizite, da die Fixkosten dieselben bleiben.
Der Ochsenhauser Hof ist nach einem Grundstückstausch mit der Stadt ganz in hospitälischer Hand. Er hat sich als die Seniorenbegegnungsstätte etabliert. Neben den klassischen Angeboten wie Tanz, Musik, Werken, Feiern, Vorträgen etc. erfreuen sich die EDV-Angebote großer Beliebtheit. Die Senioren sind keinesfalls digitale Analphabeten. Ein Ausbau des Netzes, moderne Hard- und Software sowie professionelle technische Hilfen sind notwendig zum Erhalt und weiteren Ausbau der Angebote. 
Auch das Seniorenbüro ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Ein beruhigendes Gefühl für die immer älter werdende Gesellschaft, im Bedarfsfall auf neutrale und kostenlose Beratungs- und Vermittlungsleistungen zugreifen zu können. Manch eine Kreisgemeinde wünscht sich einen entsprechenden Pflegestützpunkt auch für Nichtbiberacher.

Fazit: Die FW können dem HH-Plan 2014 des Hospitals zustimmen.
Es ist den FW jedoch ein großes Anliegen, dass auf dem Hospitalareal bald wieder Ruhe einkehrt, damit die Bewohner ihre neuen Wohnungen genießen können. Es macht keinen Spaß, auf Dauer auf einer Baustelle zu leben.
Marlene Goeth