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Kritik, Wünsche und viele Fragen

BIBERACH - Unter dem Motto "Zur Sache" veranstalteten die Freien Wähler/Unabhängigen Bürger Biberach (FW/UB) am Dienstag einen Diskussionsabend mit SZ-Lokalchef Hartmut Bigalke. Rund 30 Teilnehmer kamen in den "Berliner Hof", formulierten ihre Kritik und Wünsche und stellten Fragen.

 

Von unserer Redakteurin Carmen Buenaventura

Marlene Goeth, FW/UB-Vorsitzende, leitete den Abend. An ihrer Seite waren der 2. Vorsitzende Reinhold Hummler, Schriftführerin Gertrud Vollmer und Kassier Alfred Billwiller. Zum Auftakt stellte sich Bigalke sowohl privat als auch beruflich vor. Er ist seit 38 Jahren Journalist und seit 1994 unter anderem als Chef vom Dienst und Mitglied der Chefredaktion bei der "Schwäbischen Zeitung" in Leutkirch beschäftigt. Dazwischen leitete er zwei Jahre die SZ-Lokalredaktion in Ulm. Seit März ist Bigalke SZ-Lokalchef in Biberach.

Nach seiner Vorstellung vermittelte Bigalke Wissenswertes über das Medienhaus Schwäbischer Verlag mit seinen 1000 fest angestellten und 3000 freien Mitarbeitern und 7500 Zustellern. Die "Schwäbische Zeitung" hat eine verkaufte Auflage von rund 200 000 Exemplaren und ist die größte Abonnementszeitung Baden-Württembergs.

Der Lokalchef schilderte die alltägliche Arbeit in der Redaktion und unterstrich die Verantwortung der Re-dakteure für Inhalt und Form der Seiten. Redakteure, sagte Bigalke weiter, sollten keiner Partei angehören und Distanz wahren. "Unser Credo lautet: fair, offen, konstruktiv-kritisch sein und zunehmend durch Dialogformen sich als Partner und Anwalt der Leserschaft verstehen."

In der Diskussionsrunde wurden unter anderem Fehler im Blatt kritisiert, die Donau-Iller-Seite als überflüssig beurteilt und mehr Informationen über Laupheim angemahnt. Ein Gast bemängelte, kommunalpolitische Themen würden sehr knapp gehalten, während die Sportberichterstattung Dimensionen annehme, die die Relationen verschieben würden. Ein anderer hatte den Eindruck, wenn im Gemeinderat schwierige Themen diskutiert würden, würden sie in der Zeitung nicht immer entsprechend deutlich zu den Bürgern transportiert. Die Zeitung solle kommunalpolitische Themen interessanter gestalten. Die Positionen der einzelnen Fraktionen sollten deutlicher dargestellt werden und die Fraktionen bei wichtigen Themen ausführlicher zu Wort kommen. Es solle auch mit mehr Mut kommentiert werden.

Dazu Bigalke: Durch eine Seitenrevision sei die Fehlerquote vergleichsweise relativ gering. Die Donau-Iller-Seite solle in der bisherigen Erscheinungsform nicht wieder aufgenommen werden. Mehr berichtet werden solle über die Nachbarschaft Iller und Saulgau/Sigmaringen. Kommunalpolitik solle in Berichten so dargestellt werden, dass sie für die Leser noch interessanter und verständlicher werde. Zur besseren Darstellung der Positionen der Fraktionen schlug Bigalke Pressekonferenzen vor. Die SZ wolle auch in Zukunft seriös recherchieren und bei kontroversen Themen die gegensätzlichen Seiten zu Wort kommen zu lassen.

(Stand: 12.06.2002 22:35, Quelle: Schwäbische Zeitung)