Materialmangel gefährdet Bauvorhaben

Der Mangel an Baustoffen spitzt sich zu.  Die Lager von Schnittholz, Holzwerkstoffen, Dämmmaterialien, aber auch Farben und Metalle sind seit Wochen  leergefegt. Die Holzpreise schnellen um das Doppelte und dreifache in die Höhe, Dämmstoffe um ca. 50 %. Die Handwerksbetriebe können Mehrkosten bei ausverhandelten Objekten nicht mehr an die Kunden weitergeben und bleiben auf ihren Kosten sitzen. Den Baustellen droht Stillstand. Viele Betriebe müssen um Ihre Existenz bangen.  Städtische Bauvorhaben wird die Situation erst bei neuen Projekten und Sanierungen treffen. Der Bau der Malihalle ist schon weit fortgeschritten und wird voraussichtlich nicht mehr stark betroffen sein. Wenn Gebäude aufgrund von Materialmangel nicht mehr nach Plan saniert werden können, hat das auch Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß. Die Energiewende ist gefährdet.

 

Die Lage hat sich zugespitzt, da der weltweite Handel gestört ist.  Lieferketten sind aufgrund von Corona zusammengebrochen. Für die Produktionsbetriebe war und ist es attraktiver, ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, obwohl die Nachfrage für ihre Produkte vorhanden ist. Dazu kommt, dass China sich schneller erholte als vorhergesehen. Aus den USA kommt eine gewaltige Nachfrage nach Holz aus Deutschland. Handwerksvertreter fordern bereits Exportbeschränkungen für Baustoffe.

 

Die FW hoffen, dass sich die Lage in den nächsten Monaten entspannt. Denn kommunale und private Bauvorhaben wären ernsthaft gefährdet.

Magdalena Bopp

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