Höhere Gebühren für Kultur und Bildung - muss das sein

Der Gemeinderat ist dem Hauptausschuss gefolgt und hat die Anhebung der Gebühren in den verschiedenen städtischen Einrichtungen beschlossen. Bei der jetzigen Inflation und den daraus resultierenden Belastungen für die Bevölkerung in allen anderen Lebensbereichen kann man natürlich argumentieren, dass sich ‚die Stadt‘ doch zurückhalten könnte und auf Gebührenanpassungen verzichten sollte. Aber auch ‚die Stadt’ muss höhere Gehälter, höhere Stromrechnungen, höhere Heizkosten usw. bezahlen. Dazu kommt, dass der Kostendeckungsgrad für unsere Kultureinrichtungen sehr gering ist; er liegt nach den Corona-Jahren zwischen 5,8 % (Museum) und 50 % (Musikschule); die Zielgrößen je nach Einrichtung sind etwas höher und orientieren sich an den Zahlen von 2019 (in den genannten Beispielen 8% und 50%).

Verständlicherweise möchte niemand mehr zahlen müssen als zuvor; aber die Musikschule bietet ein bemerkenswertes Angebot an musikalischen Ausbildungmöglichkeiten, die VHS Kurse für alle Lebensbereiche, die Stadtbücherei überzeugt mit gedrucktem und digitalem Lesestoff sowie immer aktuellen Zeitungen und Zeitschriften und das Museum reiht eine Sonderausstellung an die nächste. Wir FW meinen, dass dieses Bildungsangebot den Konsumenten eine etwas erhöhte Gebühr wert sein sollte. Stadtpassinhaber erhalten selbstverständlich weiterhin die prozentualen Ermäßigungen.

karen.deibler@stadtrat-biberach.de