Umbrüche in Kunst und Architektur – Tag des Offenen Denkmals 2019

 

 

Beim diesjährigen Tag des Offenen Denkmals gab es u.a. Führungen in der Stadtpfarrkirche, im Wohngebiet Sandberg, zu den „Umbrüchen bei Skulpturen und Denkmalen“, Umbrüche im Altstadtring, zum Stadtbrand 1516 und im Hugo-Häring-Haus. Die neue Architektur der Moderne um das Bauhaus in den 20-er-Jahren war wohl einer der größten Umbrüche des Bauens. In Biberach haben wir zwei Gebäude des in Biberach geborenen Bauhaus-Architekten Hugo Häring, der diese Häuser nach dem zweiten Weltkrieg in Biberach realisieren konnte.

 

Umbrüche resultieren auch aus der Not – nach Bränden zum Beispiel. Im Verlustfall kann die Lücke nur mit Nachbauten oder Neubauten geschlossen werden. Das Stadtforum zeigte eindrucksvoll an neun Stationen in der Altstadt, wie sich das Stadtbild verändert hat. Was uns lieb und teuer ist, wird meistens erst durch seinen Verlust deutlich. Die Kunstfertigkeit der Handwerker lässt auch in der heutigen Zeit nichts zu wünschen übrig, jedoch ist der Denkmalverlust endgültig. Auch in unserer Stadt und in den Teilorten gibt es viele Gebäude, die erhaltenswert sind. Umso wichtiger ist die Vermeidung von Verlusten alter Bausubstanz durch mangelnde Pflege, mangelnde Wertschätzung oder Ignoranz. Denkmalschutz ist Aufgabe von Kommunen wie von Privateigentümern. Beim Tag des Offenen Denkmals wurde wieder einmal deutlich, dass sich Investitionen in historische Bauten und Kunstwerke lohnen. Die FW unterstützen dies in ihrer Gemeinderatsarbeit.

 

Kontakt: Magdalena Bopp, Telefon: 07351/6624

Umbrüche in Kunst und Architektur – Tag des Offenen Denkmals 2019