40 Millionen für die Sanierung des Pestalozzi-Gymnasiums

Dass die Sanierung des PGs nach 50 Jahren notwendig ist, stellen die FW nicht in Frage. Die Waschbeton-Fassade muss ersetzt werden, die Fenster haben ihre Lebensdauer erreicht. Die EnEV schreibt vor, bei Sanierung eine Lüftung einzubauen – dies macht auch in Pandemiezeiten  Sinn.

Über die Sanierungskosten von 40 Mio. Euro haben auch wir geschluckt. Wir befürchten, dass durch die Lage am Bau und die Dauer der Sanierung die Kosten erheblich steigen könnten. Das bedeutet, dass unser Haushalt mit 1,3 bis 2 Mio. jährlich durch die Abschreibungen belastet wird. Deshalb muss der Gemeinderat mit dem nächsten Investitionsprogramm entscheiden,  welche Projekte gestrichen oder geschoben werden müssen. Dass Projekte nur durch Erhöhung der Grund-  und Gewerbesteuer finanziert werden, halten wir nicht für gerechtfertigt, auch wenn wir aktuell vergleichsweise niedrige Steuersätze haben. Auch die Raumplanung muss in Augenschein genommen werden.

Im Vergleich waren vor 10 Jahren rund 1.200 Schüler mehr an den städtischen Gymnasien als heute. Die Schülerzahlen werden zwar mittelfristig durch den Einwohnerzuwachs wieder steigen, so dass der Platz wieder benötigt wird. Die Erhebung des Raumprogramms wird auch wichtig, wenn es um  Ausweichquartiere während der Sanierung geht. Für die FW ist sorgsamer Umgang mit Finanzmitteln Pflicht, deshalb haben wir der rechnerischen Prüfung eines Neubaus zugestimmt. Dazu gehört auch die Ermittlung der Folgekosten.

Magdalena Bopp

Tel. 07351-6624