Wie geht es unserem Stadt- und Hospitalwald?

 

Fast täglich lesen wir in Zeitungen über die gravierenden Schäden in deutschen Wäldern. Wie ernst ist die Lage in unserem Wald? Schließlich umfassen die Waldflächen von Stadt und Hospital 2.233 ha. Zusätzlich betreut unser Forstamt 1.600 ha von anderen Waldbesitzern. In den vergangenen Jahren hatten wir mit extremen Wetterereignissen wie Stürmen, Starkregen, Hitze und Dürre zu kämpfen. Fehlende Niederschläge führten zu einer explosiven Zunahme von Käferbefall. Glücklicherweise hatten wir wenigstens mäßige Niederschlagsmengen zu verzeichnen. In anderen Regionen wie z. B. in Mitteldeutschland leidet der Wald extrem. Es musste viel Nadelholz eingeschlagen werden, was zu einem Preisverfall führte. Der Preis für Stammholz ist 40 % niedriger als 2015, aufgrund des Überangebots sanken die Holzerlöse. Der Bedarf an Laubholz ist ungebrochen hoch. Eiche und Esche sind weiterhin im Möbelbau sehr gefragt. Aber auch hier bleiben Schädlinge wie z.B. der Eichenprozessionsspinner eine große Herausforderung! Durch Brexit und den Handelsstreit mit den USA bestehen beim Export zusätzliche wirtschaftliche Risiken.

 

Die FW schließen sich der Meinung des Forstamtsleiters Herrn Weisshaupt an, dass die Chance für die Forstwirtschaft in einem Umbau des Waldes zu einem klimatoleranten, gemischten Wald und konsequenter Aufforstung von freien Flächen zu suchen ist. Um Krisenzeiten besser zu überstehen werden wir über weitere Einnahmequellen nachdenken müssen.

 

Kontakt: Magdalena Bopp, Tel. BC 6624

 

 

Wie geht es unserem Stadt- und Hospitalwald?

Wie geht es unserem Stadt- und Hospitalwald?